Persönliches Wachstum • Leben in der Schweiz
Neu anfangen - und dabei vergessen,
wie weit man schon gekommen ist
In die Schweiz zu ziehen war wunderschön – und gleichzeitig wirklich herausfordernd. Ich musste mich auf so vielen Ebenen neu aufbauen: neue Freundschaften knüpfen, versuchen, im Arbeitsmarkt Fuß zu fassen, meine Familie vermissen, die lateinamerikanische Wärme vermissen… Es fühlte sich fast an wie neu auf die Welt kommen.
In diesem Prozess habe ich unglaublich viel gelernt. Geduld. Disziplin. Und vor allem: die bewusste Entscheidung, die Hauptrolle in meinem eigenen Leben zu übernehmen – statt die Opferrolle. Auch wenn die manchmal viel bequemer wäre.
„Wenn im Heute so vieles nicht so läuft wie wir es uns wünschen, vergessen wir leicht, dass wir bereits mitten in dem Leben stecken, das wir uns irgendwann erträumt haben.»
Ich bin stärker geworden. Und in letzter Zeit habe ich angefangen, über etwas nachzudenken: Bei mir war das so – ich habe mir eine Familie gewünscht, in Liebe und Zusammenhalt. Einen Mann mit einem großen Herzen. In der Schweiz zu leben. Heute habe ich das alles.
Und trotzdem hat mein Drang nach mehr – immer mehr, immer schneller – daran gehindert, wirklich zu fühlen, wie dankbar ich sein darf. Wir sind im Aufbau. Mit Liebe, mit Arbeit, mit Ausdauer. Und genau das macht es so bedeutungsvoll.